Auszubildende zum Justizfachwirt (m/w/d)

Bewerbungsfrist endet am: 31. Oktober 2022
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Stellenbeschreibung

Copyright: Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz des Landes Sachsen-Anhalt, justiz.sachsen-anhalt.de
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„Ausbildungsoffensive 2022“

Justizfachwirt (m/w/d)

Welche Aufgaben hat ein Justizfachwirt / eine Justizfachwirtin?

Justizfachwirte sind Beamtinnen und Beamte des mittleren Justizdienstes und bei Gerichten und Staatsanwaltschaften tätig.
Zu ihren Aufgaben gehört in erster Linie die Abwicklung des Geschäftsbetriebes in der Geschäftsstelle, insbesondere die Anlegung und Verwaltung der Akten, die Überwachung von Fristen und Terminen, die Fertigung von Schriftstücken, die Aufnahme von Anträgen, Rechtsmitteln und Erklärungen, die Erteilung von Vollstreckungsklauseln sowie Rechtskraft- und Notfristzeugnissen, die Anordnung von Zustellungen, die Bewirkung der Ladung von Parteien, Zeugen und Sachverständigen, die Protokollführung bei Gerichtsverhandlungen, die Berechnung von Gerichtskosten, die Berechnung und Festsetzung der Entschädigungen für Zeugen und der Vergütungen von Sachverständigen, die Mitwirkung bei der Führung der öffentlichen Register bei Gericht, insbesondere die Gewährung von Einsicht und die Erteilung von Auskünften sowie Aufgaben im Bereich der Justizverwaltung.

Unsere Zulassungsvoraussetzungen

  • deutsche Staatsangehörigkeit oder Voraussetzungen gemäß § 7 Beamtenstatusgesetz
  • Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene für die Laufbahn qualifizierende Berufsausbildung oder Hauptschulabschluss und eine Ausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis
  • zum Zeitpunkt der Einstellung darf das 43. Lebensjahr noch nicht überschritten sein (Besonderheiten gelten für Bewerbungen nach § 7 Abs. 2 und 6 Soldatenversorgungsgesetz)
  • gesundheitliche Eignung
  • Fertigkeiten im Maschinenschreiben (mindestens 140 Anschläge je Minute)

Diese Eigenschaften solltest Du mitbringen:

  • Flexibilität, Team-, Kritik- und Konfliktfähigkeit
  • Sorgfalt und Gründlichkeit
  • Einfühlungsvermögen
  • Lernfähigkeit und Lernbereitschaft
  • Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein Belastbarkeit sicheres Auftreten, Hilfsbereitschaft und Höflichkeit im Umgang mit Publikum und Kollegen

Der Ablauf des Vorbereitungsdienstes:

Der Vorbereitungsdienst beginnt am 01.09. des Jahres und dauert zwei Jahre. Er besteht aus fachtheoretischen und praktischen Abschnitten. Die fachtheoretischen Abschnitte finden an der Justizschule für den mittleren Justizdienst mit den Standorten in Magdeburg oder Halle (Saale) statt. Die berufspraktischen Abschnitte werden an den Gerichten und Staatsanwaltschaften im Land Sachsen-Anhalt durchgeführt.

Rechtsstellung nach der Einstellung:

Vorbereitungsdienst: Beamtenverhältnis auf Widerruf
bei Übernahme: Beamtenverhältnis auf Probe nach Probezeit: Beamtenverhältnis auf Lebenszeit Beförderungsämter von BesGr. A 6 bis BesGr. A 9 jährlich 30 Tage Erholungsurlaub
Beihilfe als anteiliger Ersatz ärztlicher Behandlungs- und Medikamentenkosten nach nach Landesvorschrift Wechsel in dem Gerichtsvollzieherdienst möglich

So bewirbst Du Dich:

Per Post:
Herrn Präsidenten des Oberlandesgerichts
Kennwort: Vorbereitungsdienst Justizfachwirt/in
Domplatz 10, 06618 Naumburg (Saale)

Per E-Mail: olg@justiz.sachsen-anhalt.de

BEWERBUNGSFRIST: bis 31.10. des Jahres zum Einstellungstermin 01.09. des Folgejahres

Diese Unterlagen sind beizufügen:

  • tabellarischer Lebenslauf
  • Ablichtung des letzten Schulzeugnisses, gegebenenfalls Nachweis des Bildungsabschlusses
  • Nachweise über berufliche Tätigkeiten / Ablichtungen der Arbeitszeugnisse und
  • Postanschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse
Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz des Landes Sachsen-Anhalt, justiz.sachsen-anhalt.de(2)
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Jobinterview mit Dominic Wyrzykala, Justizfachwirtanwärter in Ausbildung beim Oberlandesgericht Naumburg

Was Recht ist, soll auch Recht bleiben – ich habe die Herausforderung angenommen und die Ausbildung zum Justizfachwirt begonnen.

Was mich dazu bewogen hat?

Ich hatte die Vorstellung, dass es im Gericht spannend zugeht, dass mein Arbeitsalltag interessant ist und sehr abwechslungsreich. Denn: ich wollte einen passenden Beruf für mich finden, den ich für immer ausüben möchte und der mir Perspektive bietet. In meiner Berufswahl hat mich bestärkt, dass ich als Bindeglied zwischen Justizwachtmeister, Rechtspfleger und Richter zuverlässig für Aktenumlauf und fristgerechte Vorlagen sorge.

Was genau sind meine Aufgaben?

Ich

  • führe alle Akten meiner Abteilung
  • überwache sämtliche Fristen und vom Richter oder Rechtspfleger anberaumte Termine
  • lege Richtern und Rechtspflegern Akten und Posteingänge vor
  • führe Protokoll in Strafverhandlungen
  • erledige selbstständig Schreibwerk
  • fertige Urteile und Beschlüsse aus
  • lade Zeugen und Sachverständige zu Verhandlungen
  • fertige Kostenrechnungen
  • habe Umgang mit Publikum und nehme deren Anträge auf

…und Vieles mehr.

Ist mein Arbeitsalltag während meiner Ausbildung so, wie ich es mir vorgestellt habe?

Ich bin jetzt im 2. Ausbildungsjahr und es ist immer noch so spannend wie zu Beginn der Ausbildung. Die Anforderungen sind hoch, ich fühle mich im richtigen Maß gefordert. Das Arbeiten im Team macht mir großen Spaß und ich freue mich auf jeden Tag, der garantiert Abwechslung bringt. Der ausgewogene Wechsel zwischen theoretischen Lehrgängen und praktischer Ausbildung an Gerichten und Staatsanwaltschaften erleichtert mir das Erfassen von Zusammenhängen.

…ob ich diesen Beruf wieder auswählen würde?

Ja, klar!
Und sollte ich in einigen Jahren noch einmal die Herausforderung suchen wollen, kann ich mich mit meiner abgeschlossenen Ausbildung zum Justizfachwirt weiterentwickeln:

  • mit der Zusatzausbildung zum Gerichtsvollzieher oder
  • mit dem Fachhochschulstudium zum Diplom-Rechtspfleger (FH)

Wenn Du neugierig geworden bist, informiere Dich auf:
www.olg.sachsen-anhalt.de / Themen / Ausbildung / Justizfachwirte

Schwerbehinderte und ihnen Gleichgestellte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.